Geschichte

In der Zeit, als die allemannischen Fasnatbräuche neu auflebten, überlegte man sich, auch in Klaus diesen Brauchtum einzuführen. Im Jahre 1966 war es dann soweit. Die damaligen Obmänner der Klauser Ortsvereine trafen sich und gründeten das „Faschingskomitee der Klauser Ortsvereine“. Zum ersten Obmann wurde der Hauptinitiator Horst Rist gewählt.

Durch die Unterstützung der Gemeinde, anderer Vereine, Lehrerschaft und Bevölkerung konnte bald darauf der erste Klauser Faschingsumzug durchgeführt werden, der sich rasch zu einem fixen Bestandteil des Dorfgeschehens entwickelte. Damals waren noch vorwiegend die ortseigenen Vereine am Umzug beteiligt, doch konnten immer mehr benachbarte Musiken und Vereine zur Teilnahme gewonnen werden.

Bereits 1972 konnte die erste Klauser Mädchengarde auf die Beine gestellt werden. 1976 konnte die Klushundzunft die erste Vorarlberger Kindergarde präsentieren. Damals schon wurden sämtliche Kleider in Eigenregie angefertigt. In diesem Jahr wurde auch zum ersten mal der Wagen als „Klushund“ präsentiert. Genau dieser Wagen war es, der ein Jahr später berühmt wurde, als er beim Rankler Umzug durch Feuerwerkskörper eines Zuschauers völlig niederbrannte. Unvergessen blieb auch die Leistung der Zunft, die in einem Nachteinsatz den Wagen provisorisch wieder aufbaute.

Am 11.11.1977 trat Horst Rist nach seiner erfolgreichen Amtszeit zurück und Karl Grabuschnigg übernahm das Amt des Obmannes. Gleichzeitig mit der Neuwahl wurde der Verein durch eigene Statuten offiziell und der Name Klushundzunft war geboren. Neben dem wurde auf Vorschlag des neuen Obmannes auch der Beitritt zum Bund der Österreichischen Faschingsgilden beschlossen.

In den folgenden Jahren wuchsen die Aufgaben der Klushundzunft. Ein eigener Orden wurde geschaffen, neues Zunftgewand genäht und vom Klauser Frauenbund die Beflaggung für den Umzug neu angefertigt. Ebenso entstanden die legendären Zunftbälle, die nunmehr abwechselnd mit dem Umzug durchgeführt wurden. Neben der Hauptzunft bildeten sich aber auch noch die beiden Unterzünfte „Vorstadtzunft“ und „Sattelbergzunft“.

Im Jahre 1981 übergab Karl Grabuschnigg dann das Amt an Ramon Rünzler, da Karl mit dem Aufbau des Landesverbandes „VVF“ intensivst beschäftigt war. Es folgten dann im Jahr 1983 Emil Heinzle, 1984 Willi Hensler und 1986 Martin Böckle als Obmänner der Klushundzunft. Unterstützt von den routinierten Vereinsmitgliedern gelang es Martin Böckle den Verein neu aufzubauen. Die nun viel jüngeren Mitglieder kreierten einen ganz neuen Stil der Zunft. Als Höhepunkt galt in dieser Zeit sicher die Durchführung des 8. Vorarlberger Landesnarrentages, bei dem fast 10.000 Besucher Klaus stürmten.

1993 trat dann Martin Wolf an die Spitze der Klushundzunft. Nicht minder aktiv begann er sofort den Verein intern neu zu organisieren. So wurde der Vereinsorden geschaffen, eine neue Vereinskleidung kreiert, die Statuten des Vereins komplett neu überarbeitet und der Name auf „Faschingskomitee Klushundzunft Klaus“ geändert. Zum 30-jährigen Jubiläum konnte neben einer neuen Zunftkleidung auch der Narrentag wieder nach Klaus geholt werden. Mit mehr als 2700 Teilnehmern und rund 12.000 Besuchern konnten alle bisher bestehenden Rekorde gebrochen werden. Mit der Durchführung des 2. Vorarlberger Faschingsauftaktes der Guggamusiken im November 1998 und dem Landesverbandstages 2000 hat die Klunhundzunft als einziger Verein Vorarlbergs alle Landesveranstaltungen der Vorarlberger Fasnat mindestens einmal durchgeführt.
WAU! WAU! – MIAU!